Passfoto selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Schweiz

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Passfoto selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Schweiz

Ein gültiges Passfoto für Schweizer Pass oder Identitätskarte lässt sich zuhause mit dem Smartphone erstellen: heller, schattenfreier Hintergrund, weiches Licht von vorne, frontaler Blick mit neutralem Ausdruck und ein Zuschnitt auf 35 x 45 Millimeter mit korrekter Kopfhöhe. So wird das Bild bei der Abgabe akzeptiert.

Im Fotostudio kostet ein neues Passfoto schnell 20 Franken und mehr. Wer stattdessen selbst fotografiert, spart dieses Geld – vorausgesetzt, das Bild erfüllt die strengen Vorgaben für Schweizer Pass und Identitätskarte auch tatsächlich. Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch Format, Hintergrund, Beleuchtung und Haltung, damit das selbst gemachte Passfoto nicht zurückgewiesen wird.

Dass viele Menschen den Gang ins Studio meiden, hat nachvollziehbare Gründe. Eine Konsumentenbefragung des Vergleichsportals comparis aus dem Jahr 2026 ergab, dass 47 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schon einmal ein Foto wegen falscher Vorgaben neu machen mussten. Laut einer Auswertung von Ausweisstellen wurde 2026 zudem rund jedes fünfte eingereichte Passbild wegen technischer Mängel beanstandet. Wer die Vorgaben vorher kennt, umgeht diese Fehlerquote von vornherein.

Die offiziellen Vorgaben für das Schweizer Passfoto

Als Schweizer Passfoto gilt ein Porträtbild im Format 35 x 45 Millimeter mit fester Kopfhaltung, Ausleuchtung und Bildausschnitt – bekannt auch als ICAO-konformes Format, wie es weltweit bei Reisedokumenten verwendet wird. Die wichtigsten Kriterien im Überblick:

KriteriumVorgabe
Format35 x 45 mm (Hochformat)
KopfhöheKinn bis Scheitel ca. 30-36 mm
HintergrundHell, einfarbig, ohne Schatten
BlickFrontal in die Kamera, neutraler Ausdruck
BeleuchtungGleichmässig, keine Reflexe oder Schatten
AktualitätNicht älter als 12 Monate

Brillenträgerinnen und -träger sollten auf Reflexe in den Gläsern achten, getönte Gläser sind nicht erlaubt. Kopfbedeckungen sind nur aus religiösen Gründen zulässig – und selbst dann muss das Gesicht von Kinn bis Stirn frei sichtbar bleiben.

Der richtige Bildausschnitt (35 x 45 mm) Kopfhöhe 30-36 mm Frontaler Blick Neutraler Ausdruck Heller Hintergrund Schultern leicht sichtbar Kopf zentriert, oben und seitlich etwas Luft lassen.

So machen Sie das Foto mit dem Smartphone

Mit etwas Vorbereitung liefert praktisch jedes moderne Smartphone ein brauchbares Ergebnis. Gehen Sie dabei so vor:

  1. Hintergrund: Stellen Sie sich rund einen Meter vor eine weisse oder hellgraue Wand, damit keine Schatten entstehen.
  2. Licht: Nutzen Sie weiches Tageslicht von vorne. Direktes Sonnenlicht und Deckenlampen werfen dagegen Schatten unter Augen und Nase.
  3. Kamera: Lassen Sie das Foto von einer zweiten Person aus etwa 1,5 Metern Abstand auf Augenhöhe aufnehmen, so vermeiden Sie Verzerrungen wie bei einem Selfie.
  4. Haltung: Schauen Sie frontal in die Kamera, Schultern gerade, Mund geschlossen, Ausdruck neutral.
  5. Zuschnitt: Schneiden Sie das Bild anschliessend auf 35 x 45 mm zu und prüfen Sie die Kopfhöhe nach.

Die Grundregeln der Porträtfotografie für Einsteiger helfen zusätzlich dabei, Kopfhaltung und Bildausschnitt von Anfang an sauber zu treffen. Beim Ausrichten und Zuschneiden helfen kostenlose Bildbearbeitungs-Tools; wie sich Fotos schnell und ohne teure Software anpassen lassen, zeigt unser Ratgeber zu besseren Handyfoto-Einstellungen. Wer das Foto noch dezent aufhellen oder einen leichten Schatten entfernen möchte, findet auch in unserem Photoshop-Einsteiger-Guide passende Schritte.

Häufige Fehler, die zur Ablehnung führen

  • Schatten im Hintergrund oder im Gesicht.
  • Lächeln, offener Mund oder geneigter Kopf.
  • Reflexe in der Brille oder verdeckte Augen.
  • Zu starker Beschnitt, sodass der Kopf zu gross oder zu klein wirkt.
  • Verpixeltes Bild durch zu starkes Heranzoomen.

Häufig gestellte Fragen

  • Darf ich das Passfoto wirklich selbst machen?

    Ja. Entscheidend ist nicht, wer das Foto macht, sondern dass es die offiziellen Vorgaben zu Format, Hintergrund und Bildqualität erfüllt. Im Zweifel prüft die Ausweisstelle das Bild bei der Erfassung nach.

  • Kann ich ein Selfie verwenden?

    Davon ist abzuraten. Der geringe Abstand verzerrt die Gesichtszüge, und die Perspektive entspricht selten den Vorgaben. Besser lässt man sich von einer zweiten Person aus Abstand fotografieren.

  • Welcher Hintergrund ist erlaubt?

    Ein heller, einfarbiger Hintergrund ohne Muster und Schatten. Weiss oder Hellgrau funktioniert am zuverlässigsten.

Fazit

Ein normgerechtes Passfoto selbst zu erstellen, braucht keine teure Ausrüstung, sondern nur die richtige Vorbereitung. Achten Sie auf einen hellen, schattenfreien Hintergrund, weiches Licht von vorne, einen frontalen Blick und den korrekten Zuschnitt auf 35 x 45 mm. Wer diese Punkte vor der Aufnahme durchgeht, hat das fertige Foto innert weniger Minuten griffbereit für den nächsten Pass- oder ID-Antrag.

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