Sonnenschutz im Sommer: Die Haut richtig schützen

Sonnenschutz im Sommer: Die Haut richtig schützen

Sonnenschutz im Sommer bedeutet mehr als Sonnencreme: Kleidung, Tageszeit und der passende Lichtschutzfaktor (LSF) zählen ebenso dazu. Der LSF gibt an, um wie viel länger sich die Haut geschützt der Sonne aussetzen lässt, bevor ein Sonnenbrand entsteht – die Grundlage für jede Schutzstrategie im Sommer.

Gerade in den Bergen und auf dem Wasser trifft deutlich mehr UV-Strahlung auf die Haut als im Flachland, weil dünnere Höhenluft und Reflexion die Intensität zusätzlich verstärken. Wer den eigenen Hauttyp kennt und ein paar Grundregeln beachtet, verhindert langfristige Schäden, ohne den Sommer drinnen verbringen zu müssen.

Grundlagen: Wie UV-Strahlung auf die Haut wirkt

UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein und beschleunigen die Hautalterung. UV-B-Strahlen treffen dagegen vor allem die oberen Hautschichten und sind für Sonnenbrand verantwortlich. Beide Anteile schädigen auf Dauer die Erbsubstanz der Hautzellen, was das Risiko für Hautkrebs erhöht. Die Krebsliga Schweiz registriert jährlich rund 3000 Neuerkrankungen an schwarzem Hautkrebs, mit steigender Tendenz über die letzten Jahre (Krebsliga Schweiz, 2025). Hellere Hauttypen mit wenig Eigenschutz sind besonders gefährdet, doch auch dunklere Hauttypen benötigen im Hochsommer Schutz, sobald sie sich länger im Freien aufhalten. Wolken filtern übrigens nur einen kleinen Teil der UV-Strahlung heraus, weshalb auch an bedeckten Tagen Sonnenschutz sinnvoll bleibt.

Sonnenschutz im Sommer1UV-IndexBergsommer besonders inte…Stufe 11 gilt als Extremwertin den Schweizer Alpen 2026.2LSFPassend zur Situation wäh…20 bis 30 für den Alltag,50 für Berge, Wasser, Gletscher.3MengeOft unterschätzter FaktorDrei bis vier Esslöffelfür den ganzen Körper einplanen.4ZeitfensterMittagssonne meidenZwischen 12 und 15 Uhrsteht die Sonne am steilsten.sinar.ch

Sonnenschutz im Sommer: Den passenden Lichtschutzfaktor wählen

Für den Alltag in der Stadt reicht meist ein Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 30. Aufenthalte in den Bergen, am Wasser oder bei sehr heller Haut verlangen dagegen einen Faktor von 50. Laut MeteoSchweiz erreichte der UV-Index in den Schweizer Alpen im Sommer 2026 an mehreren Tagen die Höchststufe 11, wodurch ungeschützte Haut bereits nach rund zehn Minuten Schaden nehmen kann (MeteoSchweiz, 2026). Wichtig ist zudem die aufgetragene Menge: Für den ganzen Körper wird deutlich mehr benötigt, als viele annehmen, damit der angegebene Lichtschutzfaktor seine volle Wirkung entfaltet. Nachcremen verlängert die Schutzdauer nicht, sondern gleicht lediglich abgeriebene oder abgeschwitzte Creme wieder aus. Auch die Augen brauchen an sonnenreichen Tagen Aufmerksamkeit: Wer ohnehin regelmässig die Augen richtig pflegt, ergänzt die Routine im Sommer am besten um eine Sonnenbrille mit UV-400-Schutz.

Vertiefung: Sonnenschutz im Alltag und unterwegs richtig anwenden

Kleidung mit dichtem Gewebe, eine Kopfbedeckung und Schatten ergänzen die Sonnencreme dort, wo sie allein nicht ausreicht, etwa an Ohren, Nacken oder Scheitel. Zwischen 12 und 15 Uhr steht die Sonne am steilsten, weshalb sich Aktivitäten im Freien in dieser Zeitspanne am ehesten in den Schatten verlegen lassen. Wer regelmässig draussen unterwegs ist, profitiert von einer festen Routine: eincremen vor dem Losgehen, wasserfeste Produkte bei Schwimmen oder starkem Schwitzen wählen und nach etwa zwei Stunden nachcremen. Wer an heissen Tagen viel Zeit im Freien verbringt, sollte neben der Haut auch den eigenen Wasserhaushalt im Blick behalten; worauf es dabei ankommt, erklärt unser Beitrag Flüssigkeitshaushalt im Sommer richtig managen. Auch beim Verstauen der Ausrüstung lohnt sich Weitsicht: Wer die Sonnencreme griffbereit im selben Fach wie die Kamera verstaut, etwa in einem gut organisierten Fotozubehör-Set, vergisst sie unterwegs seltener.

FAQ

Wie viel Sonnencreme braucht der ganze Körper?

Für einen erwachsenen Körper im Badeanzug oder in kurzer Kleidung werden häufig rund drei bis vier Esslöffel Sonnencreme benötigt. Wer weniger aufträgt, erreicht den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht vollständig.

Schützt ein hoher Lichtschutzfaktor auch bei bewölktem Himmel?

Wolken filtern nur einen kleinen Teil der UV-Strahlung, weshalb auch an bedeckten Tagen ein Lichtschutzfaktor von mindestens 20 sinnvoll ist. Besonders in den Bergen bleibt die Strahlung selbst im Schatten spürbar hoch.

Wie oft sollte man sich im Sommer eincremen?

Als Richtwert gilt ein Nachcremen alle zwei Stunden, zusätzlich direkt nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen. Die erste Anwendung sollte bereits rund 20 bis 30 Minuten vor dem Rausgehen erfolgen.

Welche Körperstellen werden beim Eincremen oft vergessen?

Ohren, Nacken, Fussrücken, Scheitel und die Rückseite der Knie zählen zu den häufig übersehenen Stellen. Gerade bei kurzen Haaren oder offenen Schuhen lohnt sich hier ein bewusster zweiter Blick.

Fazit

Ein zuverlässiger Sonnenschutz braucht vor allem drei feste Gewohnheiten: den passenden Lichtschutzfaktor wählen, ausreichend auftragen und nach zwei Stunden nachcremen. Wer zusätzlich Kleidung, Kopfbedeckung und Schatten einplant, deckt auch Ohren, Nacken und Scheitel ab, die eine Creme allein oft nicht erreicht. In den Bergen oder am Wasser summiert sich die Strahlung besonders schnell, weshalb sich zwischen 12 und 15 Uhr eine Pause im Schatten lohnt. Am wirksamsten bleibt die Kombination aus wenigen, konsequent wiederholten Handgriffen statt eines aufwendigen Systems – so lässt sich der Sommer draussen verbringen, ohne die Haut aufs Spiel zu setzen.

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